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Was geschah 1944 und 1945 zwischen Ludwigslust und Rastow?

2013-03-24 14:30

Nächstes Erzählcafé in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin am Sonntag, dem 24. März 2013, um 14:30 Uhr

Welche Funktion hatte die Luftwaffenmunitionsfabrik Pulverhof 7/XI (Rastow) 1944/1945 für die Kriegsproduktion, insbesondere für die Produktion/den Einsatz der V1 ?

Dieser Frage wollen wir im nächsten „Erzählcafé“ am Sonntag, dem 24.03. um 14:30 Uhr in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin nachgehen. Dazu eingeladen ist Wolfgang Utecht vom Amt Ludwigslust-Land, der seit über zehn Jahren versucht, die Geschichte der Muna zu rekonstruieren.

Außerdem suchen wir nach Zeitzeugen, die 1944/1945 in der Region gelebt haben und wissen, wie und wo der Einsatz von Zwangsarbeitern und italienischen Militärinternierten, Kriegsgefangenen, aber auch des RAD zwischen Ludwigslust, Rastow, Schwerin erfolgte. Insbesondere geht es um die Klärung , weshalb Italiener im Herbst 1944 das Holzbarackenlager „Reiherhorst“ (auf der Gemarkung Wöbbelin) errichteten, in das erst in der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 500 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme kamen. Sie mussten im Februar/März 1945 ein neues Lager auf der Gemarkung Groß Laasch bauen, was ursprünglich für abgeschossene amerikanische Flieger gedacht war.

Die Eisenbahnstrecke wurde schon 1936 ausgebaut, ein Kreuzungsbahnhof zwischen Wöbbelin und Lüblow errichtet, damit zwei Züge aneinander vorbei fahren konnten, was sicher einen wirtschaftlichen Hintergrund hatte. Aber wann wurde das Anschlussgleis direkt am Stellwerk Wöbbelin (ein Gebäude steht heute noch an der Bahnlinie) Richtung Hauptstraße gelegt?

Hier trafen im Frühjahr 1945 die Züge mit den KZ-Häftlingen ein, ab Mitte April wurde das halbfertige neue Lager zum Auffanglager für KZ- Häftlinge aus fünf Transporten.

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