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Gedenkkonzert anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung

2020-05-01 14:30

Im Rahmen des Ökumenischen Gottesdienstes am 2. Mai 2015 spielten Johanna Mill und Danilo Volpyansky vom Konservatorium Schwerin in einer Erstaufführung das Triptychon für Klavier und Querflöte des Überlebenden Janusz Kahl (1927 bis 2016) aus Polen.

Er war vom 23. März bis zum 2. Mai 1945 im KZ Wöbbelin inhaftiert. Herr Kahl studierte Klavier und Komposition. 1959 komponierte er das Triptychon für Klavier und Querflöte.

Zum Konzert: https://player.vimeo.com/video/413998477

In seiner Rede bei der zentralen Gedenkfeier an der KZ-Gedenkstätte ehemaliges Lagergelände am 2. Mai 2015 schilderte Janusz Kahl eindrucksvoll die Stunden der Befreiung, der Rettung aus dem KZ Wöbbelin:

„Und ich erinnere diesen Anblick, als sich aus der Ferne, das Tor öffnete und ein Fahrzeug mit zwei amerikanischen Soldaten erschien. Es ist nicht verwunderlich, dass sie uns vorkamen wie Ankömmlinge aus einer anderen Welt, vielleicht Engel, […] Bei diesem Anblick habe ich mich mit meinem Freund fest umarmt und unsere Tränen flossen in Strömen. Endlich endete für uns die Zeit des Hungers, der Erniedrigung und des Terrors und wir haben diesen Augenblick erlebt!“

Concert on the occasion of the 75th anniversary of liberation

As part of the Ecumenical Divine Service on May 2, 2015, Johanna Mill and Danilo Volpyansky of the Schwerin Conservatory performed the triptych for piano and flute of the survivor Janusz Kahl (1927 to 2016) from Poland. He was imprisoned in the Wöbbelin concentration camp from 23 March to 2 May 1945.

Mr. Kahl studied piano and composition. In 1959 he composed the triptych for piano and flute.

In his speech at the central commemoration ceremony at the concentration camp memorial site on May 2, 2015, Janusz Kahl impressively described the hours of liberation, the rescue from the Wöbbelin concentration camp:

"And I remember this sight when the gate opened from a distance and a vehicle with two American soldiers appeared. It is not surprising that they felt like arrivals from another world, perhaps angels, [...] At this sight I hugged my friend tightly and our tears flowed into streams. At last the time of hunger, humiliation and terror came to an end for us and we experienced this moment!"

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