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Frauen im KZ Wöbbelin

2016-03-06 14:00

Führung am Sonntag, dem 6. März 2016, in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

Anlässlich des internationalen Frauentages findet am Sonntag, dem 6. März 2016, um 14 Uhr in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin eine öffentliche Führung statt. Das KZ Wöbbelin war das letzte Außenlager des KZ Neuengamme, das erst im Februar 1945 eingerichtet wurde. Ab Mitte April wurde das KZ Wöbbelin zum Auffanglager für Evakuierungstransporte aus anderen Konzentrationslagern. In den zehn Wochen seiner Existenz kamen von 5000 Häftlingen mehr als 1000 ums Leben, die meisten starben an den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen.

Das KZ Wöbbelin war ein Männerlager, der jüngste Häftling war erst neun Jahre alt. Am 1. Mai traf jedoch ein Transport von ca. 500 Frauen im kleinen Holzbarackenlager ein, am nächsten Tag, dem 2. Mai 1945 erreichten Soldaten der 82. US - Luftlandedivision und der 8. US- Infanterie das KZ Wöbbelin. Da hatten die Wachmannschaften schon das Lager verlassen. Für die Frauen wurde das Lager Wöbbelin deshalb zum der Ort der Befreiung, der Rettung.

Ramona Ramsenthaler, Leiterin der Mahn und Gedenkstätten Wöbbelin führt um 14 Uhr durch die im August 2014 eröffnete Dauerausstellung „Zehn Wochen KZ Wöbbelin“ und wird dabei die Geschichte der Frauen, die Ende April durch die SS aus dem KZ- Außenlager Kleinmachnow zu Fuß Richtung Norden getrieben wurden, in den Mittelpunkt stellen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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