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Erzählcafé über bewegende Spurensuche

2015-10-25 14:00

Manfred Römer aus Rosien berichtet

Manfred Römer aus Rosien, Amt Neuhaus, berichtet am Sonntag, dem 25. Oktober 2015, über eine erfolgreiche und bewegende Spurensuche.

Als fünfjähriger Junge hatte er im April 1945 beobachtet, wie ein brennendes Jagdflugzeug in einen Wald nahe dem Ort Gudow (bei Lübtheen) abstürzte. Manfred Römer war dort mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach der Flucht aus Ostpreußen unter gekommen, der Vater war noch an der Ostfront verschollen.

Jahrzehnte später beginnt er seine Lebensgeschichte für seine Kinder und Enkel aufzuschreiben und forscht dabei auch nach dem Schicksal des Piloten.

Er findet Zeugen, die ihm berichten, dass am Absturzort auf den Piloten geschossen wurde. Versuche, Vertreter der USA dazu zu bewegen, nach dem Piloten zu suchen, sind aber zuerst wegen der dürftigen Faktenlage erfolglos. Doch er forscht mit Sohn und Enkeln auf eigene Faust weiter. Während der folgenden Jahre finden die Römers einige Zeitzeugen.

Mit vielen Helfern gelingt es, umfangreiches Material zu sammeln. Auch Reste von Flugzeugteilen finden sich am Absturzort. Die Römers schaffen es, die US-Armee dazu zu bewegen, ein Ausgrabungsteam 2014 nach Gudow zu schicken. Über die spannenden Ergebnisse dieser Ausgrabungen wird Manfred Römer am Sonntag berichten.

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