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25 Jahre Internationales Workcamp in den Mahn- und Gedenkstätten

2017-08-12 12:04

Der Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e. V. organisiert das internationale Workcamp seit Beginn mit dem SCI (Service Civil International), deutscher Zweig. Die Jugendlichen befassen sich mit der Geschichte des KZ Wöbbelin und pflegen die Gedenkstätten. Darunter sind junge Studenten, die mehr über die Geschichte des Nationalsozialismus und das zuletzt eingerichtete Außenlager des KZ Neuengamme erfahren wollen.

Kunst als Teil der Erinnerungskultur

Vielfältige Workshops wurden in den vergangenen Jahren vom Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin mit Künstler/innen aus der Region. im Rahmen der Workcamps organisiert. Standen in den Neunzigerjahren vor allem Zeitzeugengespräche mit den Überlebenden des KZ Wöbbelin und dem Befreier, dem Angehörigen der 82. US-Luftlandedivision , dem Historiker Werner Tom Angress, im Mittelpunkt waren es in den letzten Jahren Kunst- und Medien-Workshops.

Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums wird 2017 eine Gruppe mit dem Mediengestalter Mirko Schütze von der Sophie-Medienwerkstatt Hagenow eine Dokumentation über wichtige Projekte der letzten 25 Jahre erstellen. Das Material aus den letzten Jahren, Fotos und Filmaufnahmen von den Camps und Interviews, wird dazu gesichtet und ausgewertet. Künstlerische Elemente wie die Klinkerfiguren am Rundweg im ehemaligen Lagergelände (2004) und die Skulptur „Die Gesichter des KZ Wöbbelin“ (2011 bis 2015) vor dem Museumsgebäude haben zur Entwicklung der Gedenkkultur im Landkreis Ludwigslust-Parchim beigetragen.

Erneuerung bzw. Erweiterung des Rundweges

Tausende Gäste aus dem In- und Ausland besuchen jährlich die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin und den historischen Ort an der L 72. Da der Rundweg am ehemaligen Lagergelände langsam zuwächst, das Rundgangs-Schild durch Wandalismus zerstört wurde, werden in diesem Jahr der Rundweg verbreitert bzw. ein neuer Weg angelegt Exkursionen zur KZ- Gedenkstätte Neuengamme, in die Landeshauptstadt und zur Jüdischen Landesgemeinde nach Schwerin stehen ebenfalls auf dem Programm. Wenn sich 2017 junge Leute aus Mexiko, Serbien, Russland, Deutschland, der Ukraine, der Türkei und Spanien in Wöbbelin treffen, geht es nicht nur um die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sondern auch um die Situation in der Welt, um aktuelle Fragen der Gegenwart. Das Workcamp zeigt, dass ein friedliches Miteinander aller Nationen und Religionen möglich ist.

Präsentation der Ergebnisse Deshalb laden wir alle Interessierten zur Abschlusspräsentation am Freitag, dem 25. August 2017, um 14 Uhr zu Kaffee und Kuchen in die Mahn- und Gedenkstätten nach Wöbbelin ein. Die Jugendlichen werden u. a. den Dokumentarfilm vorführen.

Das internationale Workcamp des SCI (Service Civil International, deutscher Zweig) und des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin in Kooperation mit dem Verein Mahn- und Gedenkstätten Ludwigslust-Parchim e. V. wird seit vielen Jahren durch den Landkreis Ludwigslust- Parchim, die Rosa -Luxemburg -Stiftung und die Landeszentrale für politische Bildung M-V unterstützt.

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